Samstag, 13. September 2014

krumbiegel, krafunkel und pfifferli


Es war einmal eine böse Hexe namens Krafunkel. Sie lebte mit ihrem Drachen Krumbiegel ganz allein auf der Burg Burk. Und weil sie nur mit ihrem Drachen dort wohnte, musste er sich um die ganze Burg kümmern. Er machte den Abwasch, fegte die Treppen, bezog die Betten und putze die Fenster. Eines Tages schaute die Hexe Krafunkel aus einem ihrer Burgtürme und sah über dem Pilzfeenwald etwas flattern und funkeln. "KRUMBIEGEL!!!", rief sie nach ihrem Drachen, "da schwirrt eine von diesen flitzigen Feen über dem Wald, obwohl ich ihnen befohlen habe, dass sie drin bleiben sollten!!! Der werde ich was erzählen!!!" Krumbiegel kam schon die Turmtreppe hinauf und trug noch Spülhandschuhe und eine Schürze vom Abwasch. "Zieh das aus!!!", befahl Krafunkel, "wir fliegen zum Pilzfeenwald und knöpfen uns diesen Ausreißer vor!!!" Krumbiegel legte Handschuhe und Schürze bei Seite, faltete seine Flügel auseinander, ließ Krafunkel Platz nehmen und startete mit der Hexe Richtung Pilzfeenwald. Dort angekommen erkannte Krafunkel die Fee – es war Pfifferli – und dann setzte es für sie eine Standpauke: "Was fällt dir ein hier rumzuschwirren??? Mach dass du wieder in den Wald kommst, wo du hingehörst!!!", keifte die Hexe. "Aber warum sollte ich auf dich hören?" fragte Pfifferli, "gehört dir etwa der Wald?" "Natürlich nicht, du dumme Fee." "Und der Himmel, gehört dir der Himmel?" "Auch nicht, dummes Ding du!!!" Und das Meer, dass man von hier aus so schön sehen kann und das ich so gerne einmal von Nahem sehen möchte? Gehört dir das?" "NEIN!!!", schrie die Hexe Krafunkel, "DAS MEER GEHÖRT MIR AUCH NICHT!!! UND JETZT HÖR AUF MIR SOLCH DUMME FRAGEN ZU STELLEN UND MACH, DASS DU IN DEN WALD KOMMST!!!" Da erschrak die Fee. Und auch Krumbiegel, der mit den Gedanken dabei war noch die Vorhänge auslüften und frische Schnecken-Chips kaufen zu müssen, erwachte aus seinem Dämmer. Da erblickte er Pfifferli. So etwas wunderschönes hatte er noch nie gesehen und dachte sie wäre ein kleiner Drache, wie sie da so flog mit ihren feuerroten Haare und ihren Flügeln. Pfifferli begann vor Schreck zu weinen und flog hinab in den Wald. Die Hexe war zufrieden, drehte mit Krumbiegel um und flog zurück zur Burg Burk. Dort angekommen zog sie sich wieder in den Turm zurück während Krumbiegel wieder die Spülhandschuhe überstreifte. Als er gerade den Knoten in seine Schürze machen wollte, fiel ihm wieder die kleine Pfifferli ein, wie sie weinte und sich erschreckt hatte. Er konnte es einfach nicht vergessen, wie sie sagte, sie wolle so gerne mal das Meer sehen. Krumbiegel beschloss zurückzufliegen und der kleinen Fee ihren Wunsch zu erfüllen. Doch wie konnte er die Burg Burk verlassen ohne das Krafunkel misstrauisch würde? Er grübelte, knobelte und rätselte bis ihm die Idee kam – die Schnecken-Chips! Krumbiegel ging zu Krafunkel und sagte ihr, er müsse noch einmal die Burg verlassen um Schnecken-Chips-Nachschub zu besorgen. "Von mir aus", grummelte Krafunkel vor sich hin "aber kauf nich' wieder die mit Weinbergschneckengeschmack!!! Davon wird mir immer so duselig!!!" Krumbiegel lächelte ein ganz klein wenig. Aber nicht zu viel damit die Hexe es nicht sehen konnte. Er drehte sich um und machte sich auf den Weg zum Pilzfeenwald. Dort saß Pfifferli auf einem Blatt des höhsten Baumes und schaute sehnsüchtig Richtung Meer. Da bemerkte sie hinter sich eine Geräusch. Das Geräusch von schlagenden Flügeln. Sie drehte sich um, sah Krumbiegel auf sie und den Pilzfeenwald zufliegen und erschrank erneut. "DRACHE! EIN DRACHE STEUERT AUF UNS ZU!", rief sie und flog hinab in den Wald um den König Fliepi und sein Pilzfeenvolk zu warnen. Während die Feen in ihre Häuser flohen, erreichte Krumbiegel den Wald und setzte zur Landung an. Er wollte ganz vorsichtig auf einem Ast Platz nehmen, jedoch hatte der Drache vergessen wie groß und schwer er war und brachte den Ast unter sich zum Brechen. Krumbiegel und der Ast rauschten durch die Bäume des Waldes bis zum Boden. Mit einem lauten KRACH, KNIRSCH und KNALL prallten sie auf und der Drache sah sich plötzlich von den Pilzfeen umzingelt, die um ihn herumflogen und ihn verärgert ansahen. "Es...es...es tut mir leid! Ich wollte nur...ich wollte doch nur Pfifferli wiedersehen." Pfifferli hörte den Drachen sprechen und kam hinzu. "Was willst du von mir?", fragte sie neugierig. "Dir das Meer zeigen. Wie es dein Wunsch ist."

dies ist das, wenn man so will, erste kapitel einer geschichte, die mein sohn sich vor kurzem eingefordert hat. beim zähneputzen habe ich mir den anfang aus zusammengesponnen und innerhalb eines tages dann den rest ausgedacht. beim abendlichen vorlesen war er dann sichtlich angetan von der geschichte und möchte gerne wissen wie es weitergeht. ich gehe nun also unter die "märchenonkel".

Mittwoch, 3. September 2014

kinojahr 2014 teil 5


aufgrund von A) zeitmangel wegen meiner examensprüfungen und B) der mageren ausbeute an geguckten filmen in diesem jahr bis jetzt, habe ich mich entschieden diese rubrik noch nach altem vorgehen mit filzstiftzeichnungen zu füllen.
die letzten beiden filme waren also die französische komödie monsieur claude und seine töchter und guardians of the galaxy aus dem hause marvel. die komödie um den vorurteilsbehafteten vater von 4 töchtern und einem jüdischen, einem arabischen, einem chinesischen und einem schwarzen schwiegersohn ist herrlich politisch unkorrekt und sehr kurzweilig. die science-fiction-superhelden-comic-verfilmung des marvel-cinematic-universe aka mcu (von dem ich heute erfahren habe, dass es das überhaupt gibt) war mit seinen leicht schrulligen galaxie-hütern, den 80'er-jahre-referenzen (allem voran dem soundtrack!!!), dem weltraumschlachten-getümmel und der geradlinig erzählten handlung ebenfalls sehens- und hörenswert. für mich auch seit langem mal wieder ein film aus dem ganzen comic-adaptionen-wust dessen fortsetzung nicht durch desinteresse gestraft werden wird.